Tierische Alpenwelt

Bereits tierische Bekanntschaft gemacht?

 

So weit man auch auf den ersten Blick in Tirols Hochgebirge sehen mag, ein paar tierische Bewohner schaffen es doch, sich hier oben gut zu verstecken oder sind nur unter bestimmten Bedienungen anzutreffen…

 

 

Hochgebirge, Nebel, Felsen

Unsere Top 5

 

1. Alpensalamander

 

Schwarz glänzend krabbeln die ca. 15 cm-langen Salamander im Hochgebirge herum. Wer bis jetzt noch keinen gesehen hat, sollte vielleicht früher aufstehen oder auf schlechtes Wetter warten. Der Alpensalamander bevorzugt nämlich eine hohe Luftfeuchtigkeit! In 600 – 2500 Höhenmetern könnte ihr ihn dann in Ruhe betrachten. Doch Vorsicht – der tierische Bergbewohner scheidet bei drohender Gefahr ein giftiges Sekret aus, dass weder auf Schleimhäute gelangen noch verschluckt werden sollte! Aus sicherem Abstand lassen sich aber bestimmt auch tolle Aufnahmen erzielen, wie unten im Bild.

 

 

Alpensalamander, Salamander, schwarz

 

 

2. Murmeltier

 

Das zur Familie der „Hörnchen“ gehörende Murmeltier darf bei unseren Top 5 natürlich nicht fehlen! Oft gesehen und noch öfters durch lautes einprägsames Schreien gehört, zählt es zu den bekanntesten Tieren der Alpenfauna. Neben ausgesprochen guten Beissern besitzen die Nager zudem scharfe Krallen, mit denen sie sich ihre Höhlen graben.

Ein lustiges Detail am Rande – wusstet ihr dass das männliche Murmeltier Bär, das weibliche Katze und die jungen Affen genannt werden? 😉

 

3. Alpendohle

 

Der handsame Alpenvogel überzeugt mit spektakulären Flugkunststücken und lässt sich als Belohnung auch gerne von dem ein oder anderem Wanderer füttern! Die Rabenart ist jedoch nicht nur in den Alpen anzutreffen. Man findet sie auch in den Pyrenäen, den Abruzzen und auf den Balkan vor. Die Familien-Tiere lassen ihre Jungen verhältnismäßig lange im Nest wohnen, das hält wohl jung, zumindest werden die Vögel bis zu 20 Jahre und älter!

 

4. Gämse

 

Gämse leben zumeist in Herden von 15 – 30 Tieren. Die „sturen Gamsböcke“ gesellen sich jedoch erst im Spätsommer zur Herde und bevorzugen bis dorthin ein einzelgängerisches Dasein. Durch Kämpfe mit Artgenossen wird Rang bestimmt und um Weibchen gerungen. Zur Paarungszeit im November will man schließlich nicht blöd dastehen! Da Luchs, Wolf und Bär hierzulande nur eine bedingte Gefahr darstellen, ist Wild-Schwund fast ausschließlich den Naturgewalten in Form von herabrechenden Felsstücken und Lawinen zu verschulden.

 

 

5. Steinwild

 

Neben dem Gams- ist das Steinwild wohl das bekannteste Gebirgswild. Steinbock und Geiß können 18 – 20 Jahre alt werden und waren aufgrund von vermuteten Heilwirkungen diverser Körperteile eine Zeit lang sehr beliebt. Anfang des 19. Jahrhunderts waren sie daher fast ausgestorben. König Viktor Emanuel (Italien) sorgte jedoch durch seinen Wildtierpark mit alleinigem Jagdrecht für einen Erhalt der Art und eine darauffolgende Ausbreitung.  Schön, dass wir die gut-behornten Tiere mit etwas Glück bei uns in den Alpen so nun noch länger betrachten können.

 

Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst das Hochgebirge aufzusuchen sollte sich gut rüsten. Ein edler Tropfen Marille, Williams oder Obstler – nach einer langen Tour genau das Richtige!

 

 

Jagd, Jagdstand, Edelbrand

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